Denkformen.

Beschreibung

gr.-8°. VI, 457 S., 1 Tafel u. 8 Figuren im Text, OLn., vorderes Innengelenk angeplatzt, Ecken leicht berieben.

Kommentar

Erste Ausgabe. Leisegang behandelt hier das Problem der verschiedenen, sich teilweise widersprechenden Philosophiesysteme. Er bemerkt, dass konkurrierende Systeme nebeneinander bestehen bleiben und nicht, wie Hegel meinte, durch das Fortschreiten des Weltgeistes zu einer ?Denkform? hin überflüssig werden. L. schlussfolgert, dass es verschiedene Logiken gebe und untersucht das Denken der Philosophen auf deren Logik. Leisegang schreibt zu seinem Begriff: ?Unter einer Denkform verstehe ich das in sich zusammenhängende Ganze der Gesetzmäßigkeiten des Denkens?. Ihm ist wichtig, dass ?die Denkform mit der Weltanschauung in einem festen, organischen Zusammenhang steht?. L. stellt die verschiedenen Denkformbewegungen dar, indem er sich grafischer Mittel bedient. So spricht er vom ?Gedankenkreis?, worunter beispielsweise die kreisförmige Bewegung des Denkens von ?Einem? zum ?Allem? und wieder von ?Allem? zum ?Einen? oder ?von Leben zum Tod zum Leben? oder auch der Beginn des Johannesprologs gemeint ist. Die grafische Zuordnung führt er weiter aus zum ?Kreis von Kreisen?, der ?Begriffspyramide?, der ?euklidisch-mathematischen? Denkbewegung, worunter im wörtlichen Sinne ein lineares Denken verstanden werden kann usw. Das Ergebnis seiner Studie sieht er in der immer noch aktuellen Problematik, dass eine Denkform zur eigentlichen Denkform erhoben wird: ?Die großen einseitigen Weltanschauungen sind alle aus einer ungerechtfertigten Übertragung entstanden.? (Wikip. 4/25)

Artikelnummer PHIL2638a Sachgebiet

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