Umsiedlung Südtirol ; 1939-1940. Zweite, redaktionell durchgesehene, um eine Einführung von Stefan Lechner und Register erweiterte Auflage. (=Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs ; 50.).

Beschreibung

Seit seinem ersten Erscheinen 1985 ist dieses Buch ein Klassiker der Zeitgeschichtsschreibung. Dies ist die erste umfassende Arbeit zu Programm und Durchführungswirklichkeit der Umsiedlung der deutschen und ladinischen Südtiroler in das nationalsozialistische Deutschland beziehungsweise in die besetzten Gebiete des Ostens. Eingehend untersucht werden die Motive der an der Umsiedlung interessierten Kräfte, die Entstehungsgeschichte der entsprechenden deutsch-italienischen Abkommen sowie der Beginn ihrer nur wenig erfolgreichen Realisierung. Dieses Buch stellt ein Grundlagenwerk zu den Begriffen “Bevölkerungstransfer” und Heimat dar. Mit dieser Habilitationsschrift Arbeit legte 1985 der Wiener Zeithistoriker Karl Stuhlpfarrer (1941-2009, von 1999 bis zu seinem Tod Ordinarius für Zeitgeschichte an der Universität Klagenfurt) zugleich eines der wichtigsten Werke zur sogenannten Option vor. Die auf breiter Auswertung von Aktenmaterial beruhende Arbeit wurde allerdings aufgrund ihres Umfangs kaum je in ihrer Gänze rezipiert. Dieser schon länger vergriffene Monolith zu einem der zentralen Kapitel der Südtiroler Zeitgeschichte wird nun wieder zugänglich gemacht.

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